850 Jahre Dom zu Brandenburg: Außenminister Steinmeier eröffnet Jubiläumsfeierlichkeiten

850 Jahre Dom zu Brandenburg
Außenminister Steinmeier eröffnet Jubiläumsfeierlichkeiten

Brandenburg an der Havel, 3. Mai 2015. Mit einem Festgottesdienst wurde heute das Jubiläumsjahr des Doms zu Brandenburg eröffnet. Anwesend waren zahlreiche Persönlichkeiten aus Kirche, Kultur, Wirtschaft, Politik und Medien. Die Predigt hielt der Dechant des Domstifts, der frühere Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzende Prof. Dr. Wolfgang Huber. Der Brandenburger Kantatenkreis und der Oberstufenchor des Domgymnasiums gaben mit einer Bachkantate dem Gottesdienst den besonderen musikalischen Glanz. Huber sagte: „Der Sinn des Jubiläums kommt in seinem Motto ‚Beständig neu‘ klar zum Ausdruck: ?So wechselhaft die Geschichte des Domes auch war, beständig blieb der Auftrag zur Weitergabe des Evangeliums. Und aus der Dankbarkeit über das uns Anvertraute entsteht die Bereitschaft, Neues zu wagen."

Im Anschluss an den Gottesdienst eröffnete Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Jubiläumskuratoriums das Jubiläumsjahr unter dem Motto „Beständig neu“: „ Die ‚Wiege der Mark‘ hat Geburtstag! 850 Jahre Dom zu Brandenburg an der Havel, das ist allemal ein Grund zum Feiern! Das Gotteshaus verkörpert die wechselvolle Geschichte einer Region und stand im Mittelpunkt von politischen und religiösen Konflikten. Der Zahn der Zeit nagte an seiner Substanz. Mit Hilfe Vieler zeigt sich der Dom im Jubiläumsjahr jetzt in wiedergewonnener schlichter Schönheit. Gottesdienste und eine große Zahl von Veranstaltungen laden ein mitzufeiern. Der Dom wird strahlen - weit über Stadt und Land hinaus.“

Auch der Brandenburgische Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke sowie die Oberbürgermeisterin der Stadt Brandenburg an der Havel, Frau Dr. Dietlind Tiemann, richteten Grußworte an die Gottesdienstteilnehmer. Ministerpräsident Woidke hob besonders hervor, dass das Jubiläum des Doms ein Ereignis von landesweiter Bedeutung sei – ohne den Dom würde es das Land Brandenburg so nicht geben, und fuhr fort: „Das Gotteshaus ist die Wiege der Mark. Von hier aus ist Brandenburg gewachsen und hat Gestalt angenommen. Auch heute noch hat der Dom eine herausragende kirchliche und gesellschaftliche Stellung.“ 

Dr. Dietlind Tiemann sagte, der Dom sei seit jeher nicht nur ein Zentrum der christlichen Gemeinde, sondern auch ein Ort für Kunst und Kultur, Dialog und Bildung. Sie betonte: „Wir sind sehr stolz auf diesen besonderen Ort in unserer Stadt, der ihre Entwicklung maßgeblich geprägt hat, und wir sind glücklich, dass es gelungen ist, ihn so schön wieder herzurichten.“

Der Kurator des Domstifts, Dr. Cord-Georg Hasselmann, verwies in seiner Eröffnungsrede auch auf die Jubiläumsausstellung, in der immer wieder die besondere Verbindung des Doms mit der Geschichte des Landes und der Region dargestellt werde. Auf ein Highlight wies er besonders hin: „Es ist dem Domstift gelungen, Teile der mittelalterlichen Stiftsbibliothek, die seit dem 19. Jahrhundert in der Staatsbibliothek Berlin liegen, für die Jubiläumsausstellung überlassen zu bekommen und sie an ihrem Ursprungsort auszustellen.“

Hasselmann war federführend verantwortlich für die Zusammenstellung des Festprogramms. Er sagte dazu: „Am Dom zu Brandenburg kommen in einer besonderen Weise Glaube, Kultur und Bildung zusammen wie an wenigen anderen Orten. Das zeigt auch unser Jubiläumsprogramm, das wir mit viel Überlegung und Liebe zusammengestellt haben. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher aus ganz Deutschland.“

Zu über 200 Veranstaltungen wird aus Anlass des Domjubiläums eingeladen. Festgottesdienste, hochkarätig besetzte Autorenlesungen, Vorträge und Konzerte flankieren die Festmonate. Im Programm stehen unter anderem der Schriftsteller Prof. Dr. Bernhard Schlink, die Theologin Prof. Dr. Margot Käßmann sowie die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Prof. Dr. Monika Grütters. An dem Festgottesdienst mit Bischof Dr. Markus Dröge am 21. Juni 2015 wird auch Bundespräsident Joachim Gauck sprechen. 

Weitere Informationen:
Offizielle Homepage: dom-brandenburg.de/domjubilaeum
PDF-Version des Jubiläumsprogramms: box.com/programm-dom
Virtuelle Pressemappe mit Texten und Fotos: box.com/dom850

Über das Domstift Brandenburg:
Das Domstift Brandenburg ist die älteste Institution des Landes mit einer über 800 Jahre langen Tradition. Zu seinen Aufgaben gehören die Erhaltung und zeitgemäße Nutzung des umfangreichen historischen Gebäudeensembles aus Dom, Klausur, Kurien und Nebengebäuden. Mit seinen Konzertreihen, seinem Museum, den Gottesdiensten und den beiden Evangelischen Schulen zieht der Dom zu Brandenburg jährlich über 60.000 Besucher an. Im Jahr 2015 feiert das Domstift das 850-jährige Jubiläum der Grundsteinlegung des Doms.