850 Jahre Dom zu Brandenburg: Domstift ruft Brandenburger Freiheitspreis ins Leben

850 Jahre Dom zu Brandenburg
Domstift ruft Brandenburger Freiheitspreis ins Leben

Brandenburg an der Havel, 09. Oktober 2015. In diesem Jahr wird erstmals der Brandenburger Freiheitspreis ausgelobt. Dies wird im Rahmen des Festgottesdienstes geschehen, der anlässlich der Grundsteinlegung des Brandenburger Doms im Jahr 1165 am kommenden Sonntag, den 11. Oktober, gefeiert werden wird. Der Preis soll alle zwei Jahre am 11. Oktober verliehen werden, zum ersten Mal im Jahr 2016. Schirmherr des Freiheitspreises ist der Vorsitzende des Jubiläumskuratoriums zum 850-jährigen Bestehen des Doms zu Brandenburg, Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier.

Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten oder Institutionen, die in hervorragender Weise, vornehmlich durch ihre Tätigkeit auf den Gebieten von Kultur, Religion, Wirtschaft oder Politik, maßgeblich zur Verwirklichung des Freiheitsgedankens beigetragen haben. Eine unabhängige Jury unter Vorsitz des Dechanten des Brandenburger Domes, Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber, wählt die Preisträger aus. Die weiteren Mitglieder der Jury sind: Prof. Jutta Allmendinger, Dr. Jakob Hein, Prof. Dr. Christoph Möllers und Dr. Sigrid Nikutta. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wird zu gleichen Teilen durch die Deutsche Bank AG und die ZF Friedrichshafen AG finanziert.

Schirmherr Frank-Walter Steinmeier sagt: „Vom Mittelalter bis zum Preußischen Königreich, von der Nazizeit bis zur DDR – die Mauern des Doms können viel erzählen vom Verhältnis von Kirche und Staat, von Macht und Glaube. Doch die Freiheit - das Vertrauen in die Selbstbestimmung und in die Eigenverantwortung jedes einzelnen Menschen - die zutiefst im christlichen Glauben verankert ist, hat sich erst spät politischen Raum verschafft. Willy Brandt hat uns daran erinnert: ‚Nichts kommt von selbst und nur wenig ist von Dauer.‘ Er meint: Freiheit wie Demokratie werden nur Bestand haben, wenn es Menschen gibt, die dafür streiten - für Freiheit vor Zwang, natürlich! Deswegen freue ich mich, dass wir gerade im Brandenburger Dom im 25. Jahr der deutschen Einheit einen Preis für diejenigen ausloben, die sich einsetzen für die Freiheit; die unserer Gesellschaft helfen, die Freiheit zu bewahren und auszufüllen.“

Initiator des Freiheitspreises ist das Domstift Brandenburg. Kurator Dr. Cord-Georg Hasselmann sagt: „Die Geschichte des Doms erinnert uns daran, dass Freiheit nichts Selbstverständliches ist, dass wir alle uns immer wieder für sie einsetzen müssen, im Großen wie im Kleinen, auch in unserer Gesellschaft. Bewahrung der Freiheit heißt auch, sich ihr gegenüber nicht gleichgültig zu verhalten und verantwortlich mit ihr umzugehen. 850 Jahre Dom zu Brandenburg sind mehr als nur ein Anlass, das Engagement Einzelner für die Freiheit zu würdigen und andere zu einem solchen Engagement zu ermutigen.“

Der Vorsitzende der regionalen Geschäftsleitung Ost der Deutschen Bank, Harald Eisenach, sagt: „Nur ein Vierteljahrhundert ist die Wiedervereinigung her, und gerade jetzt wird uns der Wert von Freiheit immer wieder aufs Neue bewusst. Wir freuen uns, den Brandenburger Freiheitspreis von Anfang an zu begleiten.“ Dr. Stefan Sommer, Vorsitzender des Vorstands ZF Friedrichshafen AG, betont: „Freiheit ist der Grundstein für Fortschritt und wirtschaftliche Prosperität. Als bedeutender Arbeitgeber auch in Brandenburg liegt es uns am Herzen, einen regional verankerten Preis zu unterstützen, der diese Werte auszeichnet.“

Die Bewerbungsfrist für die erstmalige Verleihung endet am 1. März 2016. Vorschläge können von jedermann eingereicht werden. Weitere Informationen zum Brandenburger Freiheitspreis stehen unter dem Link www.box.com/freiheitspreis zum Download bereit.

Über das Domstift Brandenburg:
Das Domstift Brandenburg ist die älteste Institution des Landes mit einer über 800 Jahre langen Tradition. Zu seinen Aufgaben gehören die Erhaltung und zeitgemäße Nutzung des umfangreichen historischen Gebäudeensembles aus Dom, Klausur, Kurien und Nebengebäuden. Mit seinen Konzertreihen, seinem Museum, den Gottesdiensten und den beiden Evangelischen Schulen zieht der Dom zu Brandenburg jährlich über 60.000 Besucher an. Im Jahr 2015 feiert das Domstift das 850-jährige Jubiläum der Grundsteinlegung des Doms.